mit den Gedenkinitiativen für Günter Schwannecke, Emil Wendland und Kurt Schneider sowie der Rechtsextremismusforscherin Viktoria Kamuf
Wann: Montag, 5. Oktober 2026 – 19:00 Uhr
Wo: Türrschmidtstr. 1 (S Rummelsburg bzw. 10 Min. zu Fuß vom S Ostkreuz)

Gerade bei Todesopfern sozialdarwinistischer Gewalt stehen Gedenkinitiativen vor großen Herausforderungen: Oft ist nur wenig über ihre Lebensgeschichten bekannt – manchmal noch nicht einmal der Name. Nur selten besteht Kontakt zu Angehörigen und Weggefährt*innen. Und während an manchen Orten jährlich an die Ermordeten erinnert wird, stellen andere Gedenkinitiativen ihre Aktivität nach einiger Zeit wieder ein.
Vor diesem Hintergrund stellen sich ganz grundlegende Fragen:
Wie sieht ein angemessenes Gedenken aus? Wie können wir an Menschen erinnern, über die uns nur wenig bekannt ist? Was geschieht, wenn kein Kontakt zu Angehörigen und Weggefährt*innen besteht – und was, wenn sie sich gegen das Gedenken aussprechen?
Über alledem schwebt die Frage: Warum gedenken wir? Und was passiert, wenn politische Forderungen erreicht sind?
Als Abschluss der Gedenkwochen für Eugeniu Botnari, der vor genau zehn Jahren in Lichtenberg getötet wurde, wollen wir diese Fragen im Rahmen einer Podiumsdiskussion besprechen. Für das Gespräch, Eure Fragen und Gedanken stehen bereit;
– die Gedenkinitiative Günter Schwannecke
– die Gedenkinitiative Emil Wendland (angefragt)
– die Gedenkinitiative Eugeniu Botnari
– die Rechtsextremismusforscherin Viktoria Kamuf.